Treffen der Landesleitung des dbb brandenburg und mit Vertretern des Vorstandes des Brandenburgischen Lehrerverbandes beruflicher Schulen

Treffen mit BLV BBG
Fotos: dbb brandenburg
„Gymnasium - Abitur - Studium: Für viele Eltern ist diese Bildungslaufbahn der Königsweg zu einer erfolgreichen Karriere ihrer Söhne und Töchter. Es gibt aber eine gleichwertige, qualitativ ebenso hochwertige Alternative. Die Rede ist von der beruflichen Bildung. Sie genießt sowohl in Deutschland wie auch international ein außerordentlich hohes Ansehen. Gründe hierfür sind die vergleichsweise geringe Jugendarbeitslosigkeit und die anerkannt hohe Kompetenz beruflich qualifizierter Menschen, die die Grundlage unserer Wirtschaftskraft und Dienstleistungsstärke ist. Die berufliche Bildung leistet also auch einen beträchtlichen Beitrag zur Stabilität von Sozial- und Wirtschaftsstruktur. Auch deshalb hat Baden-Württemberg in Abstimmung mit den anderen Bundesländern das Thema „Berufliche Bildung – Übergänge – Abschlüsse – Anschlüsse“ für das Präsidentschaftsjahr 2017 gewählt“ (Quelle: https://www.kmk.org/).

Die dargestellte Problematik ist auch vom dbb brandenburg erkannt worden, denn alle brauchen eine gute Ausbildung ihrer Fachkräfte.

So kam es am Nachmittag des 27.06.2017 zu einem Gespräch zwischen den Mitgliedern der Landesleitung des dbb brandenburg und dem Vorsitzenden des Brandenburgischen Lehrerverbandes beruflicher Schulen (BLV) Thomas Pehle, sowie Vertretern des Vorstandes des BLV Frau Elfi Büttner und Herrn Eckhard Thiele.

Gegenstand des Gespräches war zum einen der aktuelle Stand im Streit um eine bessere Beamtenbesoldung und zum anderen spezifische Themen aus dem Bereich der Berufsschullehrer.

Der Landesvorsitzende Ralf Roggenbuck erläuterte die Geschehnisse der letzten Wochen zur Debatte über das Gesetz zur Besoldung und Versorgung im Land Brandenburg. Herr Detlef Daubitz gab Auskunft über die Sitzung im Ausschuss für Haushalt und Finanzen im Landtag am 15.06.2017.

Im Anschluss wurden insbesondere Überlegungen dahingehend angestellt, wie denen im System befindlichen 1.700 Kolleginnen und Kollegen im Berufsschulbereich auch finanzielle Anerkennung beigemessen und die Nachwuchsgewinnung im Berufsschulbereich weiterhin sichergestellt werden kann.

Der BLV-Vorsitzende Thomas Pehle erinnerte im Gespräch daran, dass rund 70% aller Jugendlichen Brandenburgs mit den unterschiedlichsten Bildungsbiografien ein OSZ besuchen (Schulabbrecher, sozial und emotional sowie körperlich Benachteiligte - Stichwort: Inklusion - Azubis des dualen Systems, Absolventen des beruflichen Gymnasiums, Fachschüler und nicht zu vergessen: 100% der schulpflichtigen Flüchtlinge ab 16 Jahre werden an OSZ beschult).

Gleichzeitig werden die Lehrkräfte an OSZ mit einem unheimlich hohen Wissenstransfer, der durch die Wirtschaft vorgegeben wird (Industrie 4.0, technischer Fortschritt im gewerblichen und kaufmännischen Bereich), konfrontiert, die sie teils im Unterricht bis 22 Uhr (auch an Sonnabenden und in der Justizvollzugsanstalt) vermitteln. Die Verpflichtungen an Prüfungen der Kammern teilzunehmen, gehört auch zum Aufgabenspektrum einer OSZ-Lehrkraft, runden aber das Anforderungsprofil bei weitem nicht ab.

Der Landesvorsitzende des BLV betonte: "Die Lehrkräfte an beruflichen Schulen stellen sich dieser Aufgabe schon seit Jahren. Das muss aber auch entsprechend honoriert werden. Ein Vergleich nur nach Abschluss kann dafür nicht ausschlaggebend sein. Daher halten wir die Ausreichung von Beförderungsstellen und den Aufbau eines Zulagensystems für OSZ für unvermeidlich.“

Folgende Grundforderungen des BLV wurden formuliert:

Am Ende des intensiv geführten Gesprächs wurde vereinbart, dass sich der Dachverband dbb brandenburg vermehrt für die Belange der Berufsschullehrerinnen und Berufschullehrer vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung einsetzen wird.

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